Mittwoch, 18. Januar 2017

Sambaschule thematisiert "Belo Monstro"


Die Sambaschule in Rio de Janeiro Imperatriz Leopoldinense wird für ihr Thema für 2017 "Xingu - der Schrei, der aus dem Wald kommt" von der Agroindustrie stark kritisiert. Der "Bund der Agraringenieure Brasiliens - Confaeab" wirft der Schule in einer öffentlichen Aussendung falsche Darstellungen der Tatsachen und Verallgemeinerungen vor, "der Weizen sei nicht von der Streu getrennt worden".  Dem nationalen und internationalen Publikum würde man vermitteln, dass die brasilianischen Ruralisten Schläger der Urwälder, Vergifter der Lebensmittel und Verwüster der Umwelt seien, heißt es in der Aussendung.
Die Bedeutung dieses wirtschaftlichen Sektors würde nicht erwähnt werden. Immerhin würde die Agroindustrie in Brasilien zu mehr als 22% des BIP und 37% der Beschäftigungen beitragen.



G1-O Globo, 16/01/2017
Deputado federal repudia escola de samba por crítica ao agronegócio
Vídeo foi divulgado pelo deputado federal César Halum (PRB).
Samba faz crítica ao agronegócio e chama usina de 'Belo Monstro'.

G1-O Globo, 13/01/2017
Entidades do agronegócio repudiam enredo de escola de samba do Rio
Associações criticam tema escolhido pela Imperatriz Leopoldinense
Agremiação carioca diz que não 'ataca' o setor e os seus trabalhadores.

Notícias Agrícolas, 10.1.2017
Nota de repúdio da Confaeb ao samba enredo da Escola Imperatriz Leopoldinense

O texto do samba Imperatriz Leopoldinense:
'Xingu, o clamor da floresta'

A música do samba Imperatriz Leopoldinense 2017 - Xingu, o clamor que vem da floresta
Youtube

Ehemalige Projektschülerin besuchte Partnerschule in Brasilien

Betreuerin Tana und Daniela Anzengruber (r.) vor der Partnerschule samt Sportplatz in Brasilien.

Tips Redaktion, 18.01.2017
Ehemalige Projektschülerin besuchte selbst die Escola Brasil Grande
HOFKIRCHEN. Im Vorjahr konnten im Rahmen des Spendenprojekts „Altamira“ von der Neuen Mittelschule Hofkirchen 6.000 Euro an Bischof Erwin Kräutler von der Prälatur Xingu in Brasilien überwiesen werden.

Insgesamt beläuft sich die Unterstützungssumme seit Beginn des Projekts im Jahr 1993 auf stolze 145.370 Euro. Bischof Kräutler gibt übrigens das Geld persönlich an die Lehrer der Dorfschule weiter und lässt sich stets Belege und Berichte vorlegen, wofür die Spenden verwendet werden.

Escola Brasil Grande

Die damalige Hauptschülerin Daniela Anzengruber durfte Bischof Erwin Kräutler in St. Aegidi 1994 einmal persönlich einen Spendenscheck übergeben.

Als damals eine der ersten „Projektschüler“ besuchte sie im Vorjahr nun selbst die Partnerschule Escola Brasil Grande, um sich ein Bild vor Ort davon zu machen, was über die Jahre mit den Geldern aus Hofkirchen passiert ist. Daniela erlebte nicht nur den Schulalltag, sondern auch die Freude der Kinder, die gerne ihre Schule besuchen und dort auch Frühstück und Mittagessen bekommen. Auch die baulichen Erweiterungen über die Jahre können sich sehen lassen.

Für Tana und Marilene, die das Projekt an der brasilianischen Schule betreuen, lässt es sich nicht in Worte fassen, was die Unterstützung alles bedeutet und was sie bereits bewirkt hat.

Brieffreundschaften

Ganz besonders zeichnet das Projekt die Brieffreundschaften zwischen den Schülern aus. Mehrmals pro Jahr schreiben sich die Kinder und Jugendlichen und schicken sich gegenseitig Fotos und kleine Geschenke. Für die perfekte Übersetzung sorgt dabei Wolfgang Pimingstorfer. Der Lehrer an der Neuen Mittelschule Pram übersetzt aber nicht nur die Korrespondenz, sondern er besucht die Schule auch fast jedes Jahr und überzeugt sich von der richtigen Verwendung der Spendengelder. Er nimmt zudem die Wünsche und Erwartungen der brasilianischen Freunde entgegen und er beliefert die Schüler in Hofkirchen immer wieder mit aktuellen Fotos. So erfahren die Hofkirchner kontinuierlich vom Leben und dem Schulalltag am anderen Ende der Welt.

Engagement und Einsatz

Das Arbeitsjahr für die Projektschüler an der Neuen Mittelschule beginnt meist im Frühjahr mit einer süßen Jausenaktion. Im Vorjahr wurden 128 leckere Cupcakes für den guten Zweck zubereitet. Unterstützt wurden die jungen Kuchenbäcker von Lizé Grimbeek. Beim Flohmarkt des Musikvereins waren insgesamt 30 Schüler während der Ferienzeit im Einsatz. Mit einem eigenen, kleinen Spielzeugflohmarkt wurde fleißig für Altamira Handel betrieben. Beim kfb-Adventmarkt letzten November wiederum boten die Schüler Bastelarbeiten und selbstgemachte Leckereien zum Verkauf an.

Unterstützung vom Land OÖ

Alle diese Gelder werden vom Land OÖ. im Zuge des Projektes „Fair Play“ aus Entwicklungshilfemitteln verdoppelt und von Projektleiter Günther Punz dann direkt an die Prälatur überwiesen. So ist gewährleistet, dass wirklich jeder Cent an die Kinder an der Transamazonica geht.

Weitere Infos zum "Projekt Altamira":

Neue Mittelschule Hofkirchen a.d. Trattnach

Bezirksblätter

Tips Regional

Dienstag, 17. Januar 2017

Brasilien: Rekordjahr für zusätzliche Stromerzeugung

2016 war für die Stromerzeugung in Brasilien ein Rekordjahr. Die 1998 eingesetzte Tendenz hat mit zusätzlichen 9.526 MW einen neuen Höhepunkt erreicht. 53% davon (ca. 5.000 MW) kommen von großen Wasserkraftwerken (UHE), 27% (2.564 MW) von Windkraft, deren Zuwachs sich im Vergleich zum Vorjahr um 20% steigern konnte, 18% (1,758 MW) von kalorischen Kraftwerken (UTE), und die restlichen 5% von kleinen Wasserkraftwerken oder Photovoltaik.

In Brasilien gibt es momentan 4.649 Einrichtungen, mit einer Gesamtkapazität von 150.959,7 MW.

Folgende große Kraftwerke kamen 2016 neu hinzu:
UHE Jirau mit 975 MW (das Kraftwerk ist nun fertig, mit einer Leistung von 3.750 MW)
UHE Belo Monte ging in Betrieb und lieferte zum Jahresende 1.989 MW
UHE Santo Antônio mit 1.092 MW
UHE Teles Pires mit 1.092 MW
UTE Maranhão III mit 518,8 MW


Aneel, 09/01/2017
Brasil registra recorde anual de nova capacidade instalada de geração em 2016
Até dezembro de 2016, foram adicionados ao sistema elétrico nacional 9.526 MW, maior valor desde o início da série histórica, em 1998. Para 2017, está previsto um incremento de 7.120 MW de capacidade instalada.

Aneel - Capacidade de Geração do Brasil

Stromnetz im Norden Brasiliens:
Quelle: ONS.org.br


Mittwoch, 11. Januar 2017

Ausbau der Windkraft in Österreich stark gebremst

ORF.at, 11.1.2017
Gebremster Ausbau der Windkraft
Der Ausbau der Stromerzeugung aus Windkraft kommt offenbar nur langsam voran. Branchenvertreter beklagen eine Warteschlange für Genehmigungen bei der Förderstelle und fordern eine kleine Novelle des Ökostromgesetzes.

Der Ausbau verlief bereits im Vorjahr deutlich gebremst. Dieser Trend gehe rapide weiter, wenn es keine Reformen gebe, so IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl am Mittwoch. Wurden 2015 noch 319 MW neu installiert, waren es 2016 nur noch 228 MW bzw. 75 Windkraftwerke. Für 2017 wird mit einem weiteren Rückgang auf 186 MW bzw. 60 Anlagen gerechnet. Investiert wurden im Vorjahr 375 Millionen Euro, heuer dürften es nur noch rund 300 Millionen Euro sein.
Insgesamt gab es in Österreich Ende 2016 einen Gesamtbestand von 1.191 Windkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 2.632 MWh (oder 2,6 GWh)


IG-Windkraft, 11.1.2017
Windkraftbranche bereit für Ausbauoffensive
Aufgrund des anhaltenden Reformstaus beim Ökostromgesetz drastischer Ausbaurückgang
Die Windkraft in Österreich kann bereits 9% des heimischen Stromverbrauchs erzeugen. Gleichzeitig wird der Reformstau beim Ökostromgesetz immer größer. Mittlerweile hängen 260 Windräder in der Warteschlange und damit 1,4 Milliarden Euro an Investitionen, die zurückgestellt werden müssen. „Nur eine rasche kleine Ökostromnovelle hält Österreich auf Energiewendekurs, sichert Arbeitsplätze und schafft heimische Wertschöpfung statt Kaufkraftabfluss durch Importstrom“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.



Stromerzeugung aus Windkraft in Deutschland 2015
Windstromproduktion in Deutschland legt 66% zu, wichtigste Energiequelle im Dezember

2015 war für die Windenergie ein Jahr der Rekorde. Die Windräder zwischen Nordsee und Alpen erzeugten insgesamt 85,4 Milliarden Kilowattstunden [oder 85,5 GWh] Strom und steigerten damit ihre Leistung um 66% im Vergleich zum Vorjahr.

Kurz vor Weihnachten sorgte zudem das Sturmtief "Bjarni" für einen neuen Windstromrekord. Die Windkraftanlagen in Deutschland lieferten am Abend des 21. Dezember circa 32,6 MW - mehr als jemals zuvor.

Der Dezember war für die Windenergie mit insgesamt 12,7 GWh erzeugtem Strom nicht nur der ertragreichste Monat aller Zeiten, Wind wurde auch zur wichtigsten Energiequelle im Strommix und überholte erstmals die Braunkohle [11,1 GWh].